Die menschliche Würde im Niemandsland II. 2026
Dem Ort des ehemaligen Zwangslagers Ummenwinkel in Ravensburg gewidmet.
Wie kann ein Ort, dessen bauliche Geschichte verschwunden ist, wieder lesbar werden, ohne seine heutige Gestalt zu zerstören?
Ausgangspunkt dieses Entwurfs ist das ehemalige Zwangslager Ummenwinkel in Ravensburg.
Den unmittelbaren Anstoß gab mir ein Beitrag der Journalistin Susanne Babila (SWR) zum Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma, den ich am 2. August 2026 in den Tagesthemen sah.
Der Beitrag führte mich an einen Ort: einen Wald, eine Landschaft, in der die baulichen Spuren des ehemaligen Lagers weitgehend verschwunden sind. Menschen können dort spazieren gehen, den Wald durchqueren, verweilen. Die Geschichte des Ortes aber ist kaum noch lesbar.
Ein Wald, der seine Geschichte verbirgt.
Der Wald soll Wald bleiben.
Es geht nicht darum, ihn zu roden, den ehemaligen Zustand zu rekonstruieren oder die Vergangenheit nachzubauen. Die heutige Landschaft besitzt ihre eigene Würde. Sie ist über Jahrzehnte gewachsen und Teil der Geschichte dieses Ortes geworden.
Der Eingriff soll deshalb so gering wie möglich sein.
Eine Luftaufnahme des heutigen Waldes bildet die Grundlage des Entwurfs. In diese Landschaft wird skizzenhaft der historische Grundriss des ehemaligen Lagers eingezeichnet.
Hundrich / Pamin, im August 2026
Die menschliche Würde im Niemandsland II. / 2026
Vollständige Projektdokumentation:
Deutsch PDF // die menschliche Würde im Niemandsland II – Hundrich 2026
English PDF // Human Dignity in No Man’s Land II. – Hundrich 2026






