Where have all the flowers gone. 2019

Demokratie in Bewegung / 1. September 2019 / Parchim

Sag mir wo die Blumen sind ein partizipatives Kunstprojekt in Erinnerung an den II. Weltkrieg der mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 begann. Knapp 60 Millionen Menschen verloren während des sechs Jahre dauernden Krieges ihr Leben.

Where Have All the Flowers Gone“ ist ein Antikriegslied, das 1955 vom US-amerikanischenSongwriter Pete Seeger geschrieben wurde. Der Folksong wurde von Max Colpet unter dem Titel  Sag mir, wo die Blumen“ sind ins Deutsche übertragen und in der 1962 erstmals veröffentlichten Version von Marlene Dietrich international populär.

Das Lied entstand im Oktober 1955, als Pete Seeger in einem Flugzeug unterwegs nach Ohio war. Er gibt an, die Grundidee einem ukrainischen Volkslied entlehnt zu haben, von dem er drei Verse als Zitat in dem Roman Der stille Don von Michail Scholochow entdeckt hatte.

Und wo sind die Gänse?/ Sie liefen ins Schilf. / Und wo ist das Schilf hin? / Von Mädchen gemäht. Und wo sind die Mädchen? / Verheiratet längst! / Und wo die Kosaken? / Sind fort in den Krieg!

Ähnlichkeiten mit dem Volkslied Zogen einst fünf wilde Schwäne – dessen deutschen Text Karl Plenzat 1918 veröffentlichte – sind auffällig, auch hier wird die Botschaft über die Assoziationskette „Natur“ – „Brautkranz“ – „Mann im Krieg“ transportiert. Die Frage „Wo sind sie?“ als Stilmittel zur Verdeutlichung von Vergänglichkeit hat eine lange literarische Tradition, etwa im Ubi-sunt-Motiv der mittelalterlichen Dichtung.

Die Grundidee zur Melodie entstammt laut Seeger dem amerikanischen Folksong Drill Ye Tarriers Drill, der 1888 von Thomas F. Casey verfasst wurde. Der Text hat die Form eines Kettenliedes: Jede Strophe beginnt mit dem Schlussgedanken der vorangehenden Strophe. Der Endgedanke der letzten Strophe führt zum Anfangsgedanken der ersten Strophe zurück. Diese Form veranschaulicht einen in sich schlüssigen Gedankenkreis, in diesem Lied die anscheinend ewige Wiederkehr von Krieg zu Krieg. In jeder Strophe fragt der Kehrreim, wann endlich die Menschheit aus den Fehlern früherer Generationen lernen werde“  (Wikipedia)

Zum Leitfaden dieses Projektes setze ich den Sinn dieses Liedes, die Unfähigkeit des Menschen „Lernen“ zu wollen, die offensichtliche Weigerung zu akzeptieren, das Krieg,Tod und Zerstörung, Flucht und Vertreibung vom Menschen-gemacht, MenschenWerk sind.

Ich gebe dieser Geschichte dieses Liedes eine andere Richtung in dem ich der Frage nach dem Verbleib der Blumen, den verschwundenen Mädchen und Jungen, mit dem ersten Strich auf dem Platz vor dem Rathaus in Parchim eine Antwort zeichne. In Form von Blüten erzähle, aus denen Blumen werden die von den Mädchen und Jungen farbig gestalten werden. Sie sind in Parchim, die Mädchen und Jungen – auf dem Platz vor dem Rathaus, sie zeichnen die Blumen die vom Frieden erzählen. Von Freiheit und vom gemeinsamen gestalten, freier, spielerischer Bewegung in der Öffentlichkeit, „mitten im Leben“.

Im Erzählen vom Frieden erachte ich es als wichtig, das die Geschichte aus den Fugen gerät. Das der Gedanke an Freiheit und Demokratie mit dem ersten Strich beginnt, dem Samen, aus dem eine Blüte erwächst die zur Blume wird aus der eine Blüte erwächst, die zur Blume wird eine Blume, die zur Blüte wird eine Blume die zur bunten Wiese wird, die von gleichberechtigter Gestaltung, von Freiheit und Würde, demokratischem Zusammenleben erzählt.

 

Am Anfang ist das Lied und das Schweigen, das unterbrochen wird von dem ersten Strich der zur Blüte wird.  https://soundcloud.com/linford-projects/kurbeldose-sag-mir-wo-die-blumen-sind

Ich bedanke mich bei den demokratischen Parteien, #DIELINKE #SPD #BÜNDNIS90DIEGRÜNEN #CDU, das #NetzwerkFürFlüchtlinge für die gute Zusammenarbeit zur Realisierung dieses Projektes.  Mein Dank geht auch an das Bundesprogramm #DemokratieLeben für die finanzielle Förderung dieses Projektes und an die Verwaltung + den Bürgermeister der #StadtParchim, für die Bereitsstellung des Schuhmarktes. An Joa, #LinfordProjects für seine musikalische Interpretation des Liedes #Wherehavealltheflowersgone , der Ouverture zu diesem Projekt + an #BerndSchulz für die anschliessende E-Bass-Improvisation.
Mein ganz besonderer Dank geht an die Jugendlichen und die Bürger, die aktiven Einwohner der #StadtParchim, die durch Ihre vielfarbigen Beiträge dieses Projekt erst zu dem gemacht haben was es geworden ist: Ein grossartiges, vielfarbiges Ereignis und lebendige Erinnerung.

im September 2019